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Die Indienreihe im IBZ in 2017

 

Indien – Eine aufstrebende Gesellschaft im Spiegel ihrer Tradition

 

Vom 26. April bis 25. Mai 2017 können Interessierte insgesamt 20 Veranstaltungen sowie eine Ausstellung traditioneller nordindischer Malerei und ein Theaterstück erleben. Die Reihe ist vom Institut für Vraja Kunst und Kultur konzipiert und wird durch den Freistaat Sachsen gefördert.


Die Veranstaltungsreihe gewährt Einblicke in das Alltagsleben Indiens sowie in seltene und bedrohte Kunsttraditionen. Im Fokus steht die gesellschaftliche Entwicklung des Landes in den vergangenen zwanzig Jahren. Maßgeblich gestaltet wird die Reihe von Shashank Goswami und Dr. Selina Sharma. Herr Shashank Goswami ist Priester des traditionsreichen Radharamana-Tempels in Vrindaban und einer der führenden Repräsentanten der nordindischen Sanjhi-Streubildmalerei. Die Sängerin und Musikwissenschaftlerin Frau Dr. Selina Sharma erlangte ihre akademischen Abschlüsse an den Universitäten London, Cambridge sowie der Banaras Hindu University, und ist unter anderem Autorin zahlreicher Bücher zur indischen Musik, Philosophie und Kunst. Außerdem beteiligt ist der zehnjährige Nachwuchskünstler Shri Ram Goswami aus Vrindaban.
 

 

Mittwoch, 26. April 2017, 19 Uhr

Diavortrag Indien – Wiege der Weltreligionen. Buddhistische Stätten in Indien und Asien 2

 

Slide Show

 

Indien - ein säkulares Land mit einzigartiger religiöser Vielfalt. Hier findet man alle Weltreligionen, und eine Vielzahl religiöser Traditionen haben ihre Wiege in Indien selbst. So auch der Buddhismus, heute mehr verbreitet in Ost- und Südost-Asien. Der Diavortrag stellt Zentren des Buddhismus in seinem Geburtsland Indien und anderen Ländern Asiens vor, wo die Lehren des Buddha bis heute in lebendiger Weise Bestandteil des Lebens sind. Der Schwerpunkt in diesem Vortrag liegt auf buddhistischen Stätten in Nordindien und Nepal.

 

Donnerstag, 10. Mai 2017, 19 Uhr

Diavortrag Stätten des Rāmāyana 2: Nepal – Janakpur, die Heimatstadt der Prinzessin Sita

 

Slide Show 2

 

Die Diavortragsserie Stätten des Rāmāyana stellt ausgewählte Orte Südasiens vor, die mit im altindischen Epos Rāmāyana erwähnten Stätten verbunden sind und aufgrund ihrer mythologischen Bindung eine reiche kulturelle Tradition aufweisen. Der geographische Schwerpunkt dieses Vortrags liegt dabei auf der Stadt Janakpur, im Süden von Nepal nahe der Grenze zum indischen Bundesstaat Bihar gelegen wo, wie im Epos erzählt, die Prinzessin Sita ihre Kindheit und Jugendzeit verbrachte.

 

Donnerstag, 11. Mai 2017, 19 Uhr

Dokumentarfilm Chhau – Maskentänze  aus Ostindien

 

Doku

 

Chhau ist eine Form des Maskentanzes, die ihren Ursprung in der mittelalterlichen Kriegskunst Ostindiens hat. Die in den Bundesstaaten Orissa, Jharkhand und Westbengalen angesiedelten Tänze beruhen thematisch auf der altindischen Mythologie, insbesondere auf den epischen Erzählungen des Rāmāyana und des Mahābhārata. Der Dokumentarfilm bietet eine Einführung in die verschiedenen regionalen Stile dieser lebendigen Tanzkunst, bereichert durch von den Künstlern selbst gegebene Erläuterungen.

 

Mittwoch, 17. Mai 2017, 19 Uhr

Eröffnung der Ausstellung "Traditionelle nordindische  Miniaturmalerei von zeitgenössischen Künstlern"

 

Ausstellung

 

Die traditionelle indische Malerei entspringt den Liturgien der altindischen Hindu-Tempel. Heute ist diese Kunst vom Aussterben bedroht. Die Ausstellung ermöglicht jungen indischen Malern, ihr Talent vor einem internationalen Publikum zu präsentieren und soll sie damit in der Ausübung ihrer seltenen Kunst ermutigen. Die Werke aus der Vraja School of Art, Vrindaban, zeigen den charakteristischen, über Jahrhunderte in der Familientradition weitergegebenen Stil der Region Vraja, gemalt mit Wasserfarbe auf Papier, Seide, Kunstelfenbein sowie Blättern des Pipal- oder Indischen Feigenbaums.


Zur Eröffnung der Ausstellung gibt es einen Einführungsvortrag zur indischen Malerei, komplementiert durch die Demonstration eines Sanjhi-Streubildes, eine Videodokumentation zur bildenden Kunst in Vraja, Tonbeispiele sowie Life-Aufführungen des nordindischen Tempelgesanges mit Tanzdarbietungen zu mythologischen Themen.

 

Donnerstag, 18. Mai 2017, 19 Uhr

Indisches Theater Mahābhārata – Die Hochzeit der Prinzessin Subhadra

 

Theater

 

Subhadra, Prinzessin von Dwaraka, ist die jüngere Schwester des Gottes Krishna. Ins heiratsfähige Alter gekommen, liebt sie insgeheim den großen Helden Arjun, Prinz von Indraprashtra, von dessen Heldentaten das ganze Land spricht. Bei einem Besuch Arjuns lernt sie ihn kennen, und Krishna beschließt, beider Hochzeit zu arrangieren. Krishnas älterer Bruder Balram verspricht indessen die Hand Subhadras seinem talentierten Schüler Duryodhan, dem Kronprinzen von Hastinapur. Krishna ermutigt Arjun, Subhadra zu entführen, was Arjun auch tut. Balram und die Heerführer von Dwaraka sind erzürnt und wollen Arjun zum Kampf stellen. Krishna überzeugt sie, dass Arjun und Subhadra kein Unrecht begangen haben. Arjun und Subhadra kehren nach Dwaraka zurück, wo die Hochzeit mit grossen Festlickeiten gefeiert wird.

 

Das von Shashank Goswami inszenierte Bühnenstück wird in deutscher Sprache von Schülern des Dresdner Bertolt-Brecht-Gymnasiums aufgeführt.

 

Dienstag, 23. Mai 2017, 19 Uhr

Diskussionsrunde zu aktuellen und bildungspolitischen Themen Indiens mit Vertretern aus Indien und Deutschland

 

Geplant ist eine Informationsrunde zu aktuellen und bildungspolitischen Themen Indiens. Wir hoffen, zu dieser Veranstaltung einen Repräsentanten der Indischen Botschaft Berlin im Internationalen Begegnungszentrum begrüßen zu können.

Ansprechpartner:

Robert Zeißig

Robert Zeißig

Tel.: (0351) 4 36 37 26

Mobil: (0176) 78 01 22 19

Förderer

Die Veranstaltungsreihe wird vom Freistaat Sachsen gefördert.