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Bildungspatenschaften

 

Tagungsdokumentation „Partizipation durch Patenschaft?!"

 

Am 19.10.2016 fand die Vernetzungstagung „Partizipation durch Patenschaft?! Potentiale – Herausforderungen – Anforderungen ehrenamtlicher Patenschaften im Kontext Migration und Asyl“ in Dresden statt. Organisiert wurde die Tagung vom Projekt „Die Bildungspatenschaften“ in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Dresden.

 

Die Tagungsdokumentation gibt einen Einblick in gedankliche Ausgangspunkte der Tagung, Inputs, Diskussionen und Arbeitsgruppen.

 

Die Dokumentation darf gern über eigene Kanäle weitergeleitet und veröffentlicht werden. Auch, wenn die Tagung bereits im letzten Jahr stattfand, bleiben die Inhalte und Diskussionen aktuell.

 

Der Ausländerrat Dresden e.V. und das Team des Projektes „Die Bildungspatenschaften“ wünschen allen ehren- und hauptamtlich Engagierten auch für die Zukunft die nötige Zuversicht, Kraft und Energie sowie Mut zu Solidarität und Kritik, wo es nötig ist.

 

Tagungsdokumentation „Partizipation durch Patenschaft?!"

 

Aufruf: Freiwilliges Engagement mit Kindern, Jugendlichen und Familien im Bereich Flucht und Migration

Das Projekt ‚Die Bildungspatenschaften‘ des Ausländerrat Dresden e.V. sucht freiwillige Pat*innen

 

Ein Projekt des Ausländerrat Dresden e.V. zur integrativen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

 

Was sind „Bildungspatenschaften“?

In den Bildungspatenschaften werden ehrenamtlich tätige PatInnen an Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund vermittelt, um kostenlos deren schulische Entwicklung zu fördern und sie beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen. Darüber hinaus sind, neben der schulischen Bildung, auch andere Patenschaftsmodelle (wie beispielsweise die Unterstützung in der Ausbildung) möglich, die je nach Bedarf individuell ausgestaltet werden können.

Eine Bildungspatenschaft ist jedoch mehr als nur Hausaufgabenbetreuung: Durch regelmäßige Treffen und Gespräche entsteht ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis und PatInnen können als Bezugspersonen und AnsprechpartnerInnen bei Fragen und Problemen im Alltag den Kindern und Jugendlichen zur Seite stehen. Im Rahmen der Patenschaft können Kinder und Jugendliche, abgestimmt auf ihre Bedürfnisse, Interessen und Stärken, von ihren PatInnen individuell begleitet und gefördert werden. Die PatInnen bekommen oft auch Einblicke in das familiäre Umfeld und stehen in Kontakt zu den Eltern. Nicht selten sind sie für diese AnsprechpartnerInnen und Brücke zu anderen Angeboten sowie zu Unterstützungsmöglichkeiten im sozialen Nahraum.

 

Wer kann eine Bildungspatenschaft bekommen?

  • Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund der Klassenstufen 1 bis 12 (6-18 Jahre)
  • Vorrangig für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien



Wer kann eine Bildungspatenschaft übernehmen?

Du hast / Sie haben

  • Interesse an einer Bildungspatenschaft
  • Lust, Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund kennenzulernen 
  • Wissen, um Kinder und Jugendliche bei ihren Hausaufgaben und ihrer schulischen Entwicklung zu unterstützen
  • Mindestens ein halbes Jahr Zeit für eine Bildungspatenschaft

 

Wie kommt es zu einer Bildungspatenschaft?

Interessenbekundung durch Kinder und Jugendliche sowie PatInnen

Kennenlernen und Erstgespräche mit den KoordinatorInnen

Auswahl- und Zuordnungsverfahren durch die KoordinatorInnen

Vermittlungstreffen mit Kinder/ Jugendlichen und deren Eltern sowie PatInnen

Beginn einer Bildungspatenschaft

 

Was kostet eine Bildungspatenschaft für die Familien?

Beim Zustandekommen einer Bildungspatenschaft nehmen wir beim Vermittlungstreffen einmalig von den Eltern einen Betrag von 10,00 €.

 

Was bieten wir den ehrenamtlichen BildungspatInnen an?

Das Projekt lebt von ehrenamtlichem Engagement. Um dieses zu erhalten und entsprechend zu würdigen, unterstützen wir die ehrenamtlichen PatInnen in allen Belangen:

  • KoordinatorInnen des Projektes als persönliche AnsprechpartnerInnen bei Fragen und Sorgen
  • Halbjährliches Reflexionstreffen aller PatInnen
  • Halbjährliche meist kostenfreie Weiterbildungen zu verschiedenen Themenbereichen
  • Benutzung von Arbeitsmaterialien unserer Bibliothek (Spiele, Bücher, Arbeitshefte, Lernsoftware o.ä.).
  • Ausstellen einer Ehrenamtsbescheinigung



Erfahrungsberichte von Bildungspatenschaften:

"Dank dem Ausländerrat habe ich die beste Nachhilfe bekommen die ich jemals hatte. Der Unterricht an sich ist fachlich und dabei immer locker, super Kombination. Olga selbst kann sehr gut erklären und versucht den Sachverhalt immer logisch und verständlich zu vermitteln, was Ihr auch immer gut gelingt. Unser Verhältnis miteinander ist total entspannt, locker und vertraut, man hat auch immer wieder mal was zum Lachen. Nachhilfe beim Ausländerrat, kann ich nur weiter empfehlen." Patenkind, 19 Jahre

 "Meine Assistenz bei Jana läuft seit ca. sieben Monaten und wir treffen uns regelmäßig einmal pro Woche für drei bis vier Stunden. Meine Aufgabe ist es, die Familie ein bisschen zu entlasten und mit Jana Dresden als tolle Stadt Schritt für Schritt zu entdecken. Am Anfang habe meine Aufgabe ein Stück anders verstanden, und zwar sie für die Deutsche Sprache zu motivieren. Da hat das aber zum Glück schnell mit einem Deutschkurs geklappt und sie geht jetzt regelmäßig hin. Abwechselnd sprechen wir miteinander also Deutsch und Russisch. Durch ihr Handicap und teilweise durch den anderen kulturellen Hintergrund, hat sie zugleich nicht so weit entwickelte Sozialkompetenzen, wie ganz einfach Danke und Entschuldigung zu sagen. Um das bewusst zu üben, gibt es bei unseren Spaziergängen, Schwimmen usw. genug Gelegenheiten."

Patin , 26 Jahre 

"Ich schreibe wegen der Patenschaft meiner Tochter. Es läuft bei uns ungefähr ein halbes Jahr und ich muss ehrlich sein, es ist perfekt. Durch die Hilfe besucht meine Tochter jetzt das Gymnasium. Die Patin kommt regelmäßig einmal in der Woche zu uns. Sie hilft bei allen Fächern. Ich bin sehr zufrieden und dankbar."

Mutter eines Patenkinds

 

Auszeichnungen

  • Preis „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2011“ durch das Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT)
  • 2. Preis des Sächsischen Integrationspreis 2011, ausgeschrieben vom Sächsischen Ausländerbeauftragten sowie der Sächsischen Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz
  • Publikumspreis der Lokalen Agenda21 2011
  •  Kriminalpräventiver Jugendhilfepreis EMIL 2010 der Landeshauptstadt Dresden und der Stiftung Soziales & Umwelt der Ostsächsischen Sparkasse Dresden

 

Das Projekt "Die Bildungspatenschaften" wird vom Jugendamt der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

 

Stadt

Wenn du dich bei uns ehrenamtlich engagieren möchtest oder selbst Hilfe in der Schule oder dem Alltag brauchst, dann melde dich einfach bei uns.
Gern stehen wir auch für weitere Rückfragen zur Verfügung. Wir freuen uns auf dich!

Kontakt

Tel.: 0351/ 40 75 42 52

Mobil: 0176/ 72 66 66 45

 

Könneritzstraße 7
3. Etage
01067 Dresden

 

Straßenbahn 1, 2, 6, 10
S-Bahn 1, 2
Haltestelle Bahnhof Mitte

Sprechzeiten

Montag und Donnerstag 13:00 bis 17:00 Uhr

 

Um vorherige Terminvereinbarungen wird gebeten.

Projektkoordinatorinnen:

Antje Großmann

Antje Großmann
(Dipl.Soz.-Päd. FH)

 

Anna Geiser

Anna Geiser

(B.A. Sozialarbeiterin)

 

Christiane Löffler

Christiane Löffler

(Sozialarbeiterin/ Sozialpädagogin M.A.)

 

dummy Passbild

Friederike Kopp
(M.A. Kindheitsforschung, Beratung, Bildung)

 

Dummy

Duc le Cong

Bundesfreiwilliger

Förderer

Das Projekt "Die Bildungspatenschaften" wird vom Jugendamt der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

 KooperationspartnerInnen

Die Bildungspatenschaften sind ein trägerübergreifendes Projekt mit folgenden KooperationspartnerInnen, die sich gemeinsam für die Realisierung dieses Projektes einsetzen:

- Jugendmigrationsdienst (JMD) des Caritasverbandes für Dresden e.V. 

- Kinder- und Elternzentrum Kolibri e.V.

- ZMO-Jugend e.V. (Zusammenarbeit mit Osteuropa)